Social Freezing

Dank moderner Medizin lassen sich Eizellen und Spermien heute zuverlässig einfrieren. Im 360° Kinderwunsch Zentrum können Sie Ihre Eizellen sicher kryokonservieren und so den Zeitpunkt Ihrer Familienplanung flexibel gestalten. Social Freezing bietet Ihnen dabei eine optionale Reserve für die Zukunft. Vereinbaren Sie gern einen Termin für eine erste Standortbestimmung.

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Das spricht für Social Freezing

Gesundheitliche Gründe

Gesundheitliche Gründe

Junge Eizellen sind genetisch eher unauffällig. Eine Frau wird mit allen Eizellen geboren, die Sie jemals haben wird. Mit dem Alter beeinflussen schädliche Faktoren jedoch unweigerlich das Erbgut, und ab 35 sinkt die Chance, ein gesundes Baby zu bekommen.

Karriere

Karriere

Sie wissen, dass Sie eines Tages eigene Kinder möchten. Aufgrund Ihrer beruflichen Situation ist der richtige Zeitpunkt jedoch noch nicht gekommen. Da Ihr Körper nicht wartet, lässt sich die biologische Uhr mit Hilfe unserer Spezialisten zwar nicht verlangsamen aber etwas überlisten.

Eizellspende umschiffen

Eizellspende umschiffen

Ab einem bestimmten Alter ist nur noch eine Eizellspende möglich, da andere Optionen zu geringe Erfolgsaussichten bieten. In der Schweiz ist dies verboten, und viele Patientinnen lehnen es aus persönlichen Gründen ab. Social Freezing wird für diese Patienten zu einer Art Eigen-Eizellspende.

Planen Sie Ihren Kinderwunsch

Mittels modernster, medizinischer Verfahren lassen sich heute Eizellen und Spermien verlässlich einfrieren. Social Freezing ist als eine Art Rückversicherung zu betrachten. Es stellt eine Reservemöglichkeit für die Eizellen dar, auf die man zurückgreifen kann, jedoch nicht zwingend muss. Für manche Frauen ist es eine Erleichterung zu wissen, dass sie die Option haben, ohne den Druck, sofort schwanger werden zu müssen.

Mittels einer simplen Blutuntersuchung können die wichtigsten Prognosemarker für Ihren Behandlungserfolg bestimmt werden. Bestimmt wird das Anti-Müller-Hormon (AMH), welches eine detaillierte Aussage über das spätere Ansprechen der Eierstöcke auf eine Behandlung geben kann.

TIPP: Wenn bereits VOR der ersten Konsultation durchgeführt, erhöht das die Effizienz und den Informationsgehalt der nun folgenden detaillierten Beratung deutlich.

Ein erstes persönliches Gespräch soll Aufschluss geben über Ihre aktuelle Situation. Wir führen mit Ihnen eine erste Standortbestimmung durch und diskutieren mit Ihnen die wichtigsten Fragen. Basierend auf Ihrer persönlichen Situation und Ihrem angestrebten Sicherheitsniveau (%-Lebendgeburt-Wahrscheinlichkeit) definieren wir zusammen die nächsten Schritte und den Zeitplan, geben ehrliche Antworten und vermitteln realistische Erfolgschancen. Je nach Jahrgang und Ihrer Hormonwerte können wir Ihnen konkrete Zahlen nennen und Chancen schätzen.

So viel vorweg: je jünger (optimale Qualität) und je mehr (ausreichende Quantität) Eizellen gewonnen werden können, desto besser.

Sie bereiten Sich mit einer Hormontherapie auf die Eizell-Entnahme vor. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass bei der Entnahme genügend Eizellen gewonnen werden können.

Die entnommenen Eizellen werden in flüssigem Stickstoff extrem schnell auf - 196º Celsius heruntergekühlt. Wir bewahren die Eizellen rundumüberwacht 5 Jahre sicher auf, bis Sie sich dafür entscheiden Ihrem Kinderwunsch nachzukommen. Sie können die Konservierung jedoch auch einmalig um nochmals maximal 5 Jahre verlängern.

Nun ist für Sie der richtige Zeitpunkt gekommen. Mittels In-Vitro-Fertilisation (IVF) werden Ihre Eizellen befruchtet und später als entwickelte Embryonen in Ihre Gebärmutter eingesetzt. Wenn sich der Embryo erfolgreich einnistet, sind sie schwanger. Falls nicht, keine Sorge. Da Sie zuvor genügend Eizellen konserviert haben, können wir weitere Versuche starten.

Schützen Sie Ihre jungen Eizellen...

Mit 25 Jahren ist die Menge an gesunden Eizellen viel höher als bei älteren Frauen. Zudem ist die Chance geringer bei fortgeschrittenem Alter auf natürlichem Weg schwanger zu werden, da die Anzahl an gesunden Eizellen abnimmt. Wenn Sie nun entscheiden, dass für Sie noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen ist, eine Familie zu gründen, lassen sich Ihre Eizellen einfrieren und für einen späteren Zeitpunkt konservieren.

 

...um gewappnet für die Zukunft zu sein

Bereits ab Mitte 30 sinkt die Chance signifikant, dass der weibliche Körper gesunde Eizellen bereitstellt, welche erfolgreich befruchtet werden können. Früher entnommene und eingefrorene Eizellen können sicher aufbewahrt, später künstlich befruchtet und danach wieder in die Gebärmutter eingesetzt werden. Dies ermöglicht eine Schwangerschaft, wenn der Zeitpunkt zu Ihrer Lebenssituation passt.

 

Häufig gestellte Fragen

Beim Social Freezing werden unbefruchtete Eizellen entnommen und schonend tiefgefroren (kryokonserviert), um sie für einen späteren Kinderwunsch zu bewahren. Anzahl und Qualität der Eizellen nehmen mit den Jahren – insbesondere ab etwa 35 – natürlicherweise ab. Wer früher Eizellen einfrieren lässt, legt sich ein Depot jüngerer, gesünderer Eizellen an. Social Freezing schenkt damit Zeit und Handlungsspielraum, ohne eine spätere Schwangerschaft zu garantieren.

Beide Verfahren sind technisch ähnlich, unterscheiden sich jedoch im Anlass: Beim Medical Freezing werden Eizellen aus medizinischen Gründen eingefroren – etwa vor einer Chemotherapie, bei Endometriose, vor geplanten Operationen oder bei vorzeitig nachlassender Eizellreserve. Beim Social Freezing erfolgt das Einfrieren hingegen vorsorglich, ohne dass ein akutes medizinisches Ereignis vorliegt.

Social Freezing kann sinnvoll sein für Frauen, die sich aktuell – aus persönlichen, beruflichen oder partnerschaftlichen Gründen – noch nicht für ein Kind entscheiden möchten, sich die Option aber bewahren wollen. Gemäss Studien spielen bei interessierten Frauen häufig folgende Lebenssituationen eine Rolle:

  • Sie sind aktuell ohne Partnerschaft
  • Sie befinden sich in einer Phase der Veränderung, etwa nach einer Trennung
  • Die Partnerschaft ist noch jung und eine gemeinsame Familienplanung noch nicht absehbar
  • Sie und Ihr Partner stehen beim Thema Kinderwunsch noch an unterschiedlichen Punkten

Auch vor Eingriffen an den Eierstöcken oder bei familiär früh auftretender Menopause kann Social Freezing eine Überlegung wert sein. Generell gilt: Je früher die Eizellen entnommen werden, desto besser in der Regel ihre Qualität. Ob es für Ihre Situation geeignet ist, klären wir gerne im persönlichen Beratungsgespräch.

Im Alter von 25 bis 35 Jahren sind Ihre Eizellen in einem Top-Zustand und in grosser Anzahl vorhanden. Wenn Sie sich in dieser Spanne befinden und ein Social Freezing in Betracht ziehen, ist dies daher ein guter Zeitpunkt, sich intensiver damit auseinanderzusetzen. Wie die Grafik oben veranschaulicht, hängt der Erfolg einer künstlichen Befruchtung (IVF) in erster Linie vom Alter der verwendeten Eizelle ab: Er halbiert sich allein zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr und nimmt danach weiter deutlich ab. Gespendete Eizellen jüngerer Frauen (blau) behalten hingegen ein hohes Potenzial.

Aus medizinischer Sicht liefern Eizellentnahmen vor dem 35. Lebensjahr daher meist die besten Ergebnisse. Social Freezing ist auch danach möglich – die Erfolgsaussichten pro Eizelle nehmen mit zunehmendem Alter jedoch ab. Die beste Option, um die Fruchtbarkeit zu schützen, ist es daher, Ihre jungen, gesunden Eizellen einfrieren zu lassen und so deren Qualität zu erhalten – damit Sie bei Bedarf später Ihre eigene Eizellspenderin sein können. Eine individuelle Einschätzung – unter anderem anhand des AMH-Werts (Mass für die Eizellreserve) – geben wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch.

Die Entscheidung, wie viele Eizellen Sie einfrieren sollten, ist eine höchst individuelle. Sie hängt von Ihrem Alter, Ihrer Ausgangslage – etwa der individuellen Eizellreserve – sowie davon ab, wie viele Kinder Sie sich in Zukunft wünschen. Nicht jede Eizelle führt zu einem Baby, unabhängig vom Alter. Je mehr Eizellen jedoch konserviert werden und je jünger Sie beim Einfrieren sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Schwangerschaft. So hat eine Frau mit 6–7 gefrorenen Eizellen im Alter von 34 Jahren eine Chance von rund 50 %, mit diesen Eizellen ein Baby zu bekommen, während dieselbe Anzahl Eizellen im Alter von 39 Jahren nur noch eine Wahrscheinlichkeit von etwa 26 % ergibt. Eine grössere Anzahl Eizellen erhöht somit die spätere Chance auf eine Schwangerschaft; dafür sind häufig mehrere Stimulationszyklen nötig.

Dabei lohnt es sich, drei Fragen zu unterscheiden:

Wie viele Eizellen werden eingefroren?
Eingefroren werden stets möglich alle Eizellen, die sich nach der Hormonstimulation entwickelt haben und reif sind.

Wie viele Eizellen entwickeln sich?
Das richtet sich nach den biologischen Voraussetzungen, das heisst nach der individuell sehr unterschiedlichen Eizellreserve jeder Frau.

Wie viele Eizellen sollte man einfrieren?
Das richtet sich nach den konkreten Zielen der jeweiligen Frau. Wir können jeder Anzahl Eizellen eine realistische Chance auf eine Schwangerschaft, sogar auf eine Geburt, zuordnen. So lässt sich innerhalb gewisser Grenzen ein Zielfenster festlegen und anschliessend berechnen, ob und mit welcher Gewissheit dieses mit einem oder mehreren Zyklen erreicht werden kann.

Die Frage, wie viele Eizellen man sich zum Ziel setzen soll, kann anfangs überwältigend wirken. In der Praxis wird daher oft ein erster Zyklus durchgeführt und im Anschluss genau analysiert – auf dieser Grundlage lässt sich dann entscheiden, ob und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.

Um eine Verwechslung von Patientenproben zu verhindern, verwendet das 360° Kinderwunsch Zentrum Zürich das sogenannte RI Witness-System. Dabei wird jedes Probengefäss mit einem RFID-Funkchip codiert, sodass sämtliche Aktivitäten und Arbeitsabläufe im IVF-Labor durch eine integrierte Antenne lückenlos überwacht werden. Befinden sich auf der Arbeitsfläche Proben, die nicht zum aktuellen Arbeitsschritt gehören, ertönt automatisch eine Warnmeldung.

Auch beim eigentlichen Einfrieren setzen wir auf ein etabliertes, schonendes Verfahren: die Vitrifikation. Eingefrorene Eizellen überstehen die Lagerung in der Regel sehr gut. Social Freezing erhöht die Chancen auf eine spätere Schwangerschaft, garantiert sie jedoch nicht – der Erfolg hängt unter anderem vom Alter beim Einfrieren, von Anzahl und Qualität der Eizellen sowie von der späteren Behandlung ab.

In der Schweiz dürfen unbefruchtete Eizellen aus nicht-medizinischen Gründen (Social Freezing) gemäss Fortpflanzungsmedizingesetz maximal zehn Jahre aufbewahrt werden – fünf Jahre mit einmaliger Verlängerung um weitere fünf Jahre. Bei medizinischer Indikation gelten andere Regeln.

Social Freezing ist eine Selbstzahlerleistung; die Grundversicherung übernimmt die Kosten in aller Regel nicht. Wir bieten zwei Wege an:

Social Freezing Abo: Behandlung zum garantierten Fixpreis – ab CHF 99 pro Monat (Paket 360° Basis) bzw. CHF 169 pro Monat (Paket 360° Rundum), in zinsfreien Monatsraten. Sie wissen von Anfang an, was es kostet.

Selbstzahlertarif (Privattarif): aufwandbasiert und individuell – der Preisrahmen für eine Social Freezing Behandlung befindet sich ca. zwischen CHF 3’000-6'000 zzgl. Medikamente und Lagerung. Alle vorab genannten Beträge sind unverbindliche Schätzungen.

Anders beim Medical Freezing aus medizinischen Gründen: Hier übernimmt die Grundversicherung unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten.

Am Anfang steht immer ein persönliches Erstgespräch, in dem wir Ihre Situation, Ihre Fragen und die zu erwartenden Kosten in Ruhe besprechen. Kontaktieren Sie uns – wir nehmen uns Zeit für Sie.

Das AMH (Anti Müller Hormon) ist in erster Linie ein quantitativer Parameter, der in etwa Aufschluss darüber gibt, wie viele Eizellen bei einer Hormon-Stimulation heranreifen werden. Die Anzahl an effektiv gewonnenen Eizellen wiederum entscheidet recht massgeblich über den Erfolgt einer (zukünftigen) Therapie.