Die Entscheidung, wie viele Eizellen Sie einfrieren sollten, ist eine höchst individuelle. Sie hängt von Ihrem Alter, Ihrer Ausgangslage – etwa der individuellen Eizellreserve – sowie davon ab, wie viele Kinder Sie sich in Zukunft wünschen. Nicht jede Eizelle führt zu einem Baby, unabhängig vom Alter. Je mehr Eizellen jedoch konserviert werden und je jünger Sie beim Einfrieren sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Schwangerschaft. So hat eine Frau mit 6–7 gefrorenen Eizellen im Alter von 34 Jahren eine Chance von rund 50 %, mit diesen Eizellen ein Baby zu bekommen, während dieselbe Anzahl Eizellen im Alter von 39 Jahren nur noch eine Wahrscheinlichkeit von etwa 26 % ergibt. Eine grössere Anzahl Eizellen erhöht somit die spätere Chance auf eine Schwangerschaft; dafür sind häufig mehrere Stimulationszyklen nötig.
Dabei lohnt es sich, drei Fragen zu unterscheiden:
Wie viele Eizellen werden eingefroren?
Eingefroren werden stets möglich alle Eizellen, die sich nach der Hormonstimulation entwickelt haben und reif sind.
Wie viele Eizellen entwickeln sich?
Das richtet sich nach den biologischen Voraussetzungen, das heisst nach der individuell sehr unterschiedlichen Eizellreserve jeder Frau.
Wie viele Eizellen sollte man einfrieren?
Das richtet sich nach den konkreten Zielen der jeweiligen Frau. Wir können jeder Anzahl Eizellen eine realistische Chance auf eine Schwangerschaft, sogar auf eine Geburt, zuordnen. So lässt sich innerhalb gewisser Grenzen ein Zielfenster festlegen und anschliessend berechnen, ob und mit welcher Gewissheit dieses mit einem oder mehreren Zyklen erreicht werden kann.
Die Frage, wie viele Eizellen man sich zum Ziel setzen soll, kann anfangs überwältigend wirken. In der Praxis wird daher oft ein erster Zyklus durchgeführt und im Anschluss genau analysiert – auf dieser Grundlage lässt sich dann entscheiden, ob und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.